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Kultur
Leute
Die Mongolei hat eine Bevölkerung von ca. 2,6 Millionen. Davon sind 86% Khalka Mongolen, 2% Kasachen, 2% Chinesen, 2% Russen und mehr als ein duzend kleinere ethnische Minderheiten. Die Sprache ist hauptsächlich Mongolisch.
Die Mongolen, obschon mit einer langen kriegerischen Tradition, sind gastfreundlich und zuvorkommend. Das extreme Klima und das unfruchtbare Land erhielten eine archaische Kultur, die auf Teilung und nicht auf Konkurrenz beruht. An solch einem Ort ist jeder vom anderen abhängig. Die Leute haben eine aussergewöhnlich innere Stärke und ein offenes Herz. Es gibt kein „das ist mein und das ist deins“ nur „unseres“. Wenn einer seine Tiere nicht mehr findet, helfen alle sie zu suchen. Wenn die Mongolen ihre Jurte verlassen, bleibt die Tür immer offen für jeden, der vorbeikommt. Wenn Besucher kommen, werden sie immer mit einer Tasse heissen Tees, einer Mahlzeit und einem Platz um sich auszuruhen willkommen geheissen. Es gibt einiges für uns zu lernen von den Mongolen.
Religion
Die Mongolei ist seit jeher sehr tolerant gegenüber Religionen und so findet man Buddhisten, Schamanen, Moslems und Christen.
Die am weitesten verbreitete Religion in der Mongolei ist mit über 90% der tibetische Buddhismus. Während der kommunistischen Ära wurden mehr als 700 Tempel zerstört. Ein grosser Teil der männlichen Bevölkerung waren vor 1920 Mönche. Das änderte sich dramatisch in der Mitte des letzten Jahrhunderts. Die Mönche wurden gezwungen, von der Religion abzuschwören oder zu sterben, Tausende wurden getötet. Seit der friedlichen Revolution in den 90er Jahren und der Einführung der Demokratie ist die Ausübung der Religionen wieder erlaubt und viele Tempel werden wieder aufgebaut.
Eine grosse Minderheit sind die Kasachen, ungefähr 100’000 Leute, die Moslems sind. Bei anderen Minderheiten, wie den Tuwas, ist der Schamanismus immer noch lebendig.
Musik und Spiele
Die langen Wintermonate mit ihren starken Winden und Schneestürmen werden oft mit Singen und Spielen verbracht. Die Mongolei hat eine reiche Tradition an Spielen und Musik. Viele Nomaden haben keinen Strom, so dass der Fernseher keine Option ist. Spiele werden aus Knochen gefertigt und Kartenspiele sind auch sehr beliebt. Bei Festen und Zusammenkünften singen die Mongolen viel. Man sitzt im Kreis und der Reihen nach singt jeder. Sobald ein Lied angestimmt wird, fallen alle anderen ein. Es geht nicht darum, wer die schönste Stimme hat, auch wenn sich viele Mongolen selbiger Eigenschaft rühmen können. In den Gesängen, die oft von Pferden, der Mongolei, der Mutter oder der Liebe handeln, kommt die Stimmung des Landes wundervoll zum Ausdruck.
Berühmt ist die Mongolei auch für den Kehlkopfgesang. Diese Gesangsart erlaubt es, mehrere Töne gleichzeitig anzustimmen und erfordert langjährige Übung.
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